IEEE 802 Meeting 03-2013

400Gb/s Ethernet

Wer braucht denn solche Geschwindigkeiten

Die Killerapplikation ist gegenwärtig Video. Immer mehr beziehen ihre Videoinformation nicht mehr als Broadcast über Satellit, Kabel oder Funk, sondern verwenden das Internet als den Träger der Information. Die Service Provider haben sich bereits auf diesen Trend eingeschossen. Alle großen Provider bieten ihren Kunden High Speed Internet für entsprechende Videokanäle an. Und bei den Videokanälen muss die Qualität natürlich mit den klassischen Medien mithalten, d.h. die Kunden verlangen nach High Definition Video. Der Access Bereich ist zumindest technisch gelöst. Viele Kunden können heute schon Geschwindigkeiten bis 60 Mb/s und mehr ins Haus bekommen. Auch die Service Provider haben reagiert. Sie haben ein Core eines Optischen Transport Netzes definiert, das diesen Geschwindigkeiten gewachsen ist.
Diese Geschwindigkeiten müssen aber auch von den Rechenzentren entgegengenommen und geliefert werden können. Hier kommt wieder das Ethernet ins Spiel. Ethernet muss seine Geschwindigkeiten an die Transportnetze anpassen. Um diesen Bedarf zu befriedigen gibt es im wesentlichen zwei Aktivitäten:
• 400Gb/s Ethernet und
• Next Generation BASE-T, 40 Gb/s über 30m.
Die Aktivitäten im Bereich 400Gb/s wurden gerade mit einem „Call for Interest“ gestartet und die nächste Generation der Kupfer Technologien ist schon ein wenig weiter, die Ziele sind definiert und die Arbeit am Standard kann beginnen. Daneben werden folgende Felder bestellt:
• 100 Gb/s Ethernet auf Backplanes und Twinax Kabel (802.3bj)
• Next Generation Ethernet 100 Gb/s Optics (802.3bm)
• Extended Ethernet Passive Optical Network (802.3bk)
• Ethernet über Kabel-TV Netze (802.3bn)
• Ethernet MIB Revision (802.3.1a)
• Reduced Twisted Pair Gigabit Ethernet (802.3bp)
• Distinguished Minimum Latency Traffic (früher Preemption)
Die Arbeit der Ethernet Gruppe IEEE P802.3 geschieht schwerpunktmäßig in den drei folgenden Bereichen:
• Abschluss er Arbeiten am Managements,
• Erweiterung der 40/100 Gb/s Netze,
• Neue Zugangsnetze,
• Industrienetze und
• Höhere Geschwindigkeiten

Über Hans Lackner

Studium Elektrotechnik Darmstadt und Informatik Karlsruhe (KIT). Mitgründer der Conware GmbH Karlsruhe, 1987 Entwicklung und Vermarktung der weltweit ersten Ethernet Bridge NESH, eingesetzt z.B. im Flughafen München II. Seit 1990 Voting Member im amerikanischen Normungsausschuß IEEE 802.3 (Ethernet), beteiligt an der Standardisierung von 10 Megabit bis 100 Gigabit Ethernet. Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der HiLAN GmbH Karlsruhe, 1995 erste europäische ATM Produktfamilie COSY., eingesetzt z.B. im Landtag in Düsseldorf BDI Auszeichnungen (1996, 1998) „Mutige Unternehmer braucht das Land“ für hervorragende Innovationsleistungen. Inhaber des Ternary Switching Patents zur kostensparenden Implementierung mehrdimensionaler multimedia Switching Verfahren. Heute Geschäftsführender Gesellschafter der QoSCom GmbH Stutensee, Strategische Projekte z.B. in der Planung von Kommunikationsnetzen (Berlin Brandenburg International) und im Smart Grid Bereich (Smart Meter EnBW).
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Leave a Reply